Candy Cream
Die Beatband wurde gegründet im Jahre 1969 von vier Nachbar-Jungs: Eugen Fäth, Ernst Großmann, Maschy Knobloch und Toni Kunkel. Die Elternhäuser standen im Radius von 100 m an der Kreuzung Rohrbachstraße, Fischer- und Ankergasse. Die Gründung der Band erfolgte sicherlich auch, wie Maschy Knobloch schrieb, unter dem Einfluss des legendären Woodstock-Festival im August 1969.
Auf diesem berühmten Festival traten u.a. Joe Cocker, Jimmy Hendrix, Janis Joplin, The Who und viele andere auf. Joe Cocker begründete auf diesem Festival seine Karriere mit einem Lied von den Beatles: „With a little help from my frieds“, das sonst Ringo Starr sang.
Die Beatles selbst gaben in diesem Jahr ihr letztes, weltberühmtes Konzert auf dem Dach des Apple Hochhauses in London. Im September brachten sie ihr letztes Album heraus: „Abbey Road“. Zweifellos eines ihrer besten Alben und das letzte, an dem sie gemeinsam arbeiteten. Am 10. April 1970 verkündete Paul McCartney das Ende der Beatles.
Dies löste ein Schock unter meinen Freunden und mir aus. In musikalischer Hinsicht fallen mir zum Jahr 1969 folgende, erwähnenswerte Ereignisse ein: „Who“ brachten die Rockoper „Tommy“ heraus; Evis Presley feierte seine künstlerische Wiedergeburt und Johnny Cash nahm im Gefängnis von St. Quentin ein grandioses Live Album auf.
Zeitgeschichtlich vielleicht noch erwähnenswert: Im Sommer betrat der erste Mensch, Neil Armstrong, den Mond.
Aber zurück zur Haibacher Band. Die musikalischen Wurzeln der Musikgruppe liegen zweifellos im Rock.
Nach dem Ausstieg von Toni im Jahre 1972 kam Dieter „Blacky“ Schwarz aus Stockstadt als neuer Gitarrist zur Band. Ergänzt wurde die Gruppe durch den Saxophonisten Edmund Noll aus Weibersbrunn.
Gespielt wurde zu Tanzabenden im gesamten Landkreis und im benachbarten Hessen. Dort wurden monatliche Engagements mit 2-3 Auftritten am Wochenende durchgeführt. Pro Jahr führten diese Verpflichtungen der Band zu einer stattlichen Anzahl von Liveauftritten. Diese trugen sehr zu einem starken Zusammenhalt innerhalb der Musiker bei und förderten die musikalische Qualität, so dass sie von Auftritt zu Auftritt immer besser wurden. Nach dem Ausstieg von Ernst und „Blacky“ im Jahre 1974 gab es noch zwei Umbesetzungen. Zur Gruppe stießen Kurt Faller, Gitarrist aus Aschaffenburg und der Schlagzeuger Sebald Hock aus Bessenbach. Im Jahre 1976 löste sich die Band nach dem Fasching auf.
Ihre musikalischen Karrieren haben die „Nachbar-Jungs“ nicht weiter fortgesetzt, außer Maschy Knobloch, der im Juni 1976 die überaus erfolgreiche Band „Sound Selection“ gründete. Aber davon in einem nächsten Beitrag mehr.
Ein Bild aus dem Beginn ihrer musikalischen Karriere, aufgenommen bei einem Open-Air Auftritt im offenen Schöntal im Jahre 1971.
Von links nach rechts: Maschy Knobloch (Bass), Eugen Fäth (Keyboard), Toni Kunkel (Gitarre) und Ernst Großmann (Schlagzeug)
Von links nach rechts: Eddi Noll (Saxophon), Eugen Fäth (Keyboard), Maschy Knobloch (Bass), Blacky Schwarz (Gitarre) und Ernst Großmann (Schlagzeug)
Text von Lothar Röser
Haibach, 10.10.2026

